Garten- und Heimatfreunde

Garten und Heimatfreunde

Garten- und Heimatfreunde

Die erste Versammlung mit zehn Gartenfreunden fand am 24. Februar 1934 im Gasthaus Kleine statt. Die Gründungsmitglieder hatten das Ziel, den Obst- und Gemüseanbau zu fördern. Den Vorsitz übernahm Karl Weßling sen. Der Monatsbeitrag wurde auf zehn Pfennig festgelegt. Zudem beschloss man, jeden Monat eine Versammlung durchzuführen und eine Obstbaumspritze anzuschaffen.

Für den Spritzenmeister gab es 50 Pfennig Stundenlohn. Vor dem Zweiten Weltkrieg stand als Spritzmittel meist Obstbaumkarbolineum zur Verfügung. Vereinsmitglied konnte jeder Landwirt, Obst- und Gemüsezüchter, Gartenbesitzer sowie Freund des Obst- und Gartenbaus in der Gemeinde Quetzen werden.

Einen tiefen Einschnitt in der Vereinsgeschichte verursachte der Zweite Weltkrieg. Nachfolger von Karl Weßling sen. im Vereinsvorsitz (1934 bis 1946) wurde Heinrich Mensing (1947 bis 1949). Es folgte Karl Weßling jun. (1949 bis 1972) und Karl Bleeke (1973 bis 1989). Am 20. Januar 1989 übernahm Norbert Kiel die Vereinsführung und übergab diese am 05.02.2010 an den jetzigen 1. Vorsitzenden Manfred Wessling.

 

In den 1950er-Jahren wurden für die Vereinsmitglieder verschiedene Fachvorträge angeboten,  in denen die Probleme des Gartenbaus behandelt wurden. Die erste Obstausstellung fand im Jahr 1952 statt. Dabei wurden über 50 Apfel- und Birnensorten präsentiert. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten trugen in den 60er-Jahren zur Stärkung der Dorfgemeinschaft bei. Dazu gehörten Vorgartenwettbewerbe, an denen sich 30 bis 40 Gartenbesitzer beteiligten. Zu den Aufgaben des Vereins gehörte es, die Dorfbewohner mit Fachvorträgen auf den seit 1961 durchgeführten Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ vorzubereiten. Wurden die Hausgärten früher für den Gemüse- und Obstanbau zur Selbstversorgung genutzt, so sind sie heute häufig Zier- und Themengärten und ein Betätigungsfeld für Hobby und Freizeit.

 

Die Informationsveranstaltungen vom Landesverband Westfalen-Lippe werden von den Vereinsmitgliedern immer gut besucht. Die Umbenennung in Verein der Garten- und Heimatfreunde Quetzen erfolgte 1974. Eine wichtige Aufgabe ist die Beteiligung an den Aktivitäten der Kulturgemeinschaft. Dabei spielt die Obstbaumpflege an den Straßen eine wichtige Rolle. 2008 unterstützte der Verein eine Neupflanzaktion auf dem Friedhof. 2006 wurden Blumenzwiebeln an der Bückeburger Straße in die Erde gebracht. Regelmäßig werden Baum- und Strauchschnittkurse angeboten. Hinzu kommt die Teilnahme an Seminaren in der Biologischen Station. Zu den Höhepunkten gehörten in den vergangenen Jahren die Pflanzentauschbörsen (2006 und 2011), eine Fahrradtour durch Quetzen am Tag der offenen Gärten (2007 und 2012) und der Weihnachtsmarkt (2008). Großer Wert wird auf die Geselligkeit gelegt. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Ausflüge zu den Landes- und Bundesgartenschauen und zu weiteren Ausstellungen. Besucht wurden das Rosarium in Sangerhausen, die größte Rhododendron schau Europas in Westerstede, das Alte Land und eine Groß- und Erlebnisgärtnerei in Emsbüren.

 

Zum Vereinsleben gehören die Teilnahme an den Veranstaltungen der Kulturgemeinschaft Quetzen und der örtlichen Vereine in Quetzen.

Für eine Kontaktaufnahme mit den Garten- und Heimatfreunden bitte das Kontaktformular verwenden: Kontakt